Sie töteten Diana Bahador – und sagten, man solle behaupten, es sei ein Unfall gewesen

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Moya Yarrahi

Seine Liebe hält mich fest...!

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Diana Bahador, bekannt als „Baby Rider“, eine 19-jährige aus Gonbad-e Kavus, wurde am 19. Dey 1404 in der Stadt Gorgan durch den Einsatz von Kriegsmunition durch iranische Sicherheitskräfte getötet.

Diana Bahador war eine Motorrad-Influencerin, die durch ihren außergewöhnlichen Stil sowie ihre Fähigkeiten im Fahren und Kontrollieren von halb-schweren Motorrädern (Superbikes) in Iran bekannt geworden war.

Eine Quelle von IranWire bestätigte, dass Diana in der Nacht auf Freitag, den 19. Dey, durch den Beschuss mit zwei scharfen Kugeln getötet wurde. Ihre Familie erhielt ihren Leichnam erst zwei Tage später, am 21. Dey 1404, nach intensiver Suche.

Nach Angaben einer informierten Quelle hatte Diana Bahador in den Nächten des 18. und 19. Dey an den Protesten teilgenommen. Das Ausmaß der Repression in Gorgan sei jedoch in der Nacht des 19. Dey deutlich eskaliert. Demnach setzten Sicherheitskräfte schwere militärische Waffen, darunter Maschinengewehre, zur Unterdrückung der Bevölkerung ein.

Zeitgleich mit der Veröffentlichung von Berichten über Dianas Tod im Zusammenhang mit den Protesten von 1404 erklärten staatliche Medien, sie sei bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Auch auf Dianas Instagram-Seite wurde eine entsprechende Mitteilung veröffentlicht, in der es hieß:

„Der tragische Vorfall für unsere liebe Diana war die Folge eines Verkehrsunfalls. Die Familie ist zutiefst trauernd. Bitte keine Gerüchte verbreiten.“

Eine Quelle von IranWire berichtet jedoch, dass Dianas Familie massiv unter Druck durch Geheimdienst- und Sicherheitsbehörden stehe. Demnach sei die Beerdigung heimlich durchgeführt worden, und die Familie sei verpflichtet worden, in sozialen Netzwerken öffentlich zu bestreiten, dass ihre Tochter durch staatliche Gewalt getötet wurde.

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